Verfolgung und Widerstand unterm Hakenkreuz
Historischer Rundgang am 31. Januar in Arheilgen – Treffpunkt 14 Uhr am „Löwen“
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler in Berlin von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Einmal an den Hebeln der Macht sitzend, nutzten die Nationalsozialisten diese Hebel zum systematischen Abbau von Rechtsstaat und Demokratie. Wo Verordnungen und Erlasse nicht ausreichten, griffen sie auf die Gewalt ihrer Sturmabteilungen auf der Straße zurück. Auch im mehrheitlich sozialdemokratisch geprägten Arheilgen verschob sich Stück für Stück das politische Kräftegleichgewicht.
Der Arheilger Geschichtsverein und die Darmstädter Geschichtswerkstatt laden alle Interessierten zu einem historischen Rundgang ein. An mehreren Stationen erinnern sie daran, wie die politischen Ereignisse am Ende der Weimarer Republik das Leben in Arheilgen prägten und veränderten. Mechthild Benz, Bernhard Schütz und Jürgen Hein-Benz stellen einige Arheilger Männer und Frauen vor, die schon früh vor der Gefahr des deutschen Faschismus warnten und auch gegen die Nationalsozialisten an der Macht Widerstand leisteten. Sie gedenken der Menschen, die in Arheilgen politisch verfolgt und wegen ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Freiheitsliebe oder ihrer Menschlichkeit Opfer der Gewaltherrschaft wurden.
Der historische Rundgang beginnt am Samstag, dem 31. Januar 2026, um 14 Uhr. Treffpunkt ist der Platz vor dem Arheilger Bürgerhaus, dem Goldenen Löwen. Der Rundgang wird rund 1 1/2 Stunden dauern. Unter dem gleichen Titel „Verfolgung und Widerstand unterm Hakenkreuz“ laden der Arheilger Geschichtsverein und der Stadtteilverein auch zu einem Vortragsabend am Mittwoch, dem 4. Februar, um 19 Uhr in das Stadtteilcafe „Alte Feuerwehr“ ein. Dort wirkt ebenfalls Bernhard Schütz von der Darmstädter Geschichtswerkstatt mit. Beide Veranstaltungen ergänzen sich inhaltlich. Sie können aber auch einzeln besucht werden.
